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Daxas
Asthma & Atemwege

Daxas

PDE4-Hemmer in Tablettenform – ergänzende Therapie bei schwerer COPD mit häufigen Exazerbationen.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Daxas?

Daxas ist ein oraler Phosphodiesterase-4-Hemmer (PDE4-Hemmer) mit dem Wirkstoff Roflumilast. Es wird als Tablette eingenommen und dient der ergänzenden Dauertherapie bei schwerer COPD mit häufigen Exazerbationen.

Roflumilast wirkt entzündungshemmend und ist der erste selektive PDE4-Hemmer, der speziell für die COPD-Therapie entwickelt wurde. Es wird zusätzlich zu bronchialerweiternden Inhalatoren eingesetzt und reduziert die Häufigkeit von COPD-Verschlechterungen.

Daxas wird von AstraZeneca hergestellt und ist als 250 µg und 500 µg Tabletten erhältlich.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Roflumilast

Roflumilast hemmt das Enzym Phosphodiesterase 4:

Wirkmechanismus: 1. PDE4 baut intrazellulär cAMP ab 2. Roflumilast hemmt PDE4 selektiv 3. cAMP-Spiegel in Entzündungszellen steigt 4. Entzündungsreaktion wird gedämpft

Effekte:

  • Reduktion von Neutrophilen und Eosinophilen in den Atemwegen
  • Verringerung der Schleimproduktion
  • Antiinflammatorische Wirkung
  • Reduktion von COPD-Exazerbationen

Wichtiger Unterschied zu Theophyllin: Roflumilast hemmt selektiv PDE4, während Theophyllin unselektiv wirkt. Dadurch weniger Nebenwirkungen und bessere Verträglichkeit.

Für wen ist es geeignet?

Daxas ist geeignet für:

  • Schwere COPD (FEV1 < 50%) mit chronischer Bronchitis
  • Häufige Exazerbationen trotz Standardtherapie
  • Als Zusatz zu bronchialerweiternder Inhalatortherapie

Nicht geeignet:

  • Für Asthma (nicht zugelassen)
  • Bei leichter oder mittelschwerer COPD
  • Als alleinige COPD-Therapie
  • Bei schwerer Leberinsuffizienz

Wichtig: Daxas ist eine Zusatztherapie – es ersetzt keine Inhalatoren!

Verfügbare Dosierungen

Daxas Tabletten:

  • 250 µg (Anfangsdosis)
  • 500 µg (Erhaltungsdosis)

Dosierungsschema:

  • Erste 28 Tage: 250 µg einmal täglich (Einschleichen)
  • Ab Tag 29: 500 µg einmal täglich
  • Einmal täglich, unabhängig von Mahlzeiten

Hinweis: Das Einschleichen über 4 Wochen reduziert gastrointestinale Nebenwirkungen erheblich.

Einnahmehinweise

Einnahme:

  • 1 Tablette täglich mit etwas Wasser
  • Unabhängig von Mahlzeiten
  • Immer zur gleichen Tageszeit
  • Beginnen mit 250 µg für 4 Wochen, dann 500 µg

Wichtige Hinweise:

  • Geduld: Volle Wirkung erst nach Wochen
  • Gastrointestinale Nebenwirkungen bessern sich meist nach 2-4 Wochen
  • Nicht abrupt absetzen
  • Gewichtsveränderungen beobachten

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Roflumilast
  • Mittelschwerer bis schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh B/C)

Vorsicht bei:

  • Psychiatrischen Vorerkrankungen (Depression, Suizidalität)
  • Untergewicht (BMI < 20)
  • Latenten Infektionen (Tuberkulose, Herpes, HIV)
  • Gleichzeitiger immunsuppressiver Therapie

Schwangerschaft: Kontraindiziert. Wirksame Verhütung notwendig.

Stillzeit: Kontraindiziert.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1-10%):

  • Durchfall (besonders zu Beginn)
  • Übelkeit
  • Gewichtsverlust
  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen

Gelegentlich:

  • Schlafstörungen
  • Appetitminderung
  • Tremor
  • Schwindel
  • Magenbeschwerden

Selten, aber wichtig:

  • Depressive Verstimmung
  • Suizidgedanken
  • Erheblicher Gewichtsverlust

Wichtig: Bei Stimmungsveränderungen oder erheblichem Gewichtsverlust sofort Arzt informieren!

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen:

  • CYP3A4/CYP1A2-Hemmer – können Roflumilast-Spiegel erhöhen
  • Rifampicin – senkt Roflumilast-Spiegel (Wirkungsverlust)
  • Theophyllin – nicht empfohlen (additive PDE-Hemmung)
  • Immunsuppressiva – erhöhtes Infektionsrisiko

Keine relevante Wechselwirkung mit:

  • Inhalativen Bronchodilatatoren
  • Inhalativen Kortikoiden

Häufige Fragen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.