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Berotec
Asthma & Atemwege

Berotec

Kurzwirksamer Beta-2-Agonist mit Fenoterol – schnelle Hilfe bei akuter Atemnot.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Berotec?

Berotec ist ein kurzwirksames Beta-2-Sympathomimetikum (SABA) mit dem Wirkstoff Fenoterol. Es wird als Notfallmedikament bei akuter Atemnot durch Asthma oder COPD eingesetzt.

Fenoterol wirkt ähnlich wie Salbutamol, hat aber eine etwas stärkere Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System. Berotec wird vor allem als Dosieraerosol und als Lösung für Vernebler verwendet. Der Wirkstoff ist auch in der Kombination Berodual (mit Ipratropium) enthalten.

Berotec wird von Boehringer Ingelheim hergestellt.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Fenoterol

Fenoterol wirkt als Beta-2-Agonist:

Wirkmechanismus:

  • Aktiviert Beta-2-Adrenozeptoren in der Bronchialmuskulatur
  • Erhöht intrazellulären cAMP-Spiegel
  • Relaxiert die glatte Muskulatur
  • Erweitert die verengten Bronchien

Zeitverlauf:

  • Wirkungseintritt: 3-5 Minuten
  • Maximale Wirkung: 30-60 Minuten
  • Wirkdauer: 4-6 Stunden

Vergleich zu Salbutamol: Fenoterol hat eine etwas geringere Beta-2-Selektivität und wirkt daher stärker auf das Herz. Salbutamol wird bei den meisten Patienten bevorzugt.

Für wen ist es geeignet?

Berotec ist geeignet für:

  • Akute Atemnot bei Asthma oder COPD
  • Bedarfstherapie bei Bronchospasmus
  • Prophylaxe von Belastungsasthma

Nicht geeignet als:

  • Alleinige Dauertherapie bei Asthma
  • Ersatz für inhalative Kortikoide

Hinweis: Salbutamol ist bei den meisten Patienten die erste Wahl als SABA. Berotec ist eine Alternative bei Unverträglichkeit oder als Bestandteil von Berodual.

Verfügbare Dosierungen

Berotec N Dosieraerosol:

  • 100 µg Fenoterol pro Hub
  • Bei Bedarf: 1-2 Hübe
  • Maximum: 8 Hübe pro Tag

Inhalationslösung (Vernebler):

  • 0,5 mg/ml
  • Akut: 0,5-1 ml verdünnt mit NaCl

Hinweis: Bei regelmäßigem Bedarf Asthmakontrolle überprüfen!

Einnahmehinweise

Dosieraerosol: 1. Schutzkappe entfernen, schütteln 2. Tief ausatmen 3. Mundstück umschließen 4. Langsam einatmen, dabei sprühen 5. Atem 10 Sekunden anhalten 6. Langsam ausatmen

Bei akuter Atemnot:

  • 1-2 Hübe, bei Bedarf nach 5 Minuten wiederholen
  • Bei schwerer Atemnot sofort Notarzt rufen!

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Fenoterol
  • Hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie
  • Tachyarrhythmien

Vorsicht bei:

  • Schweren Herzerkrankungen
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Phäochromozytom
  • Diabetes mellitus
  • Hypokaliämie

Schwangerschaft: Nur bei klarer Indikation. Fenoterol kann Wehen hemmen.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig:

  • Tremor
  • Herzrasen, Herzklopfen
  • Kopfschmerzen
  • Nervosität

Gelegentlich:

  • Schwindel
  • Mundtrockenheit
  • Muskelkrämpfe
  • Übelkeit

Selten:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Hypokaliämie
  • Paradoxer Bronchospasmus

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen:

  • Betablocker – können Fenoterol-Wirkung aufheben
  • MAO-Hemmer – verstärkte Herzwirkung
  • Trizyklische Antidepressiva – verstärkte kardiale Effekte
  • Diuretika, Kortikoide – Hypokaliämie-Risiko

Häufige Fragen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.