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Saxenda
Gewichtsabnahme & Übergewicht

Saxenda®

Das bewährte GLP-1-Medikament zur Gewichtsreduktion – der Vorläufer von Wegovy mit täglicher Injektion.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Saxenda?

Saxenda ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von Adipositas und Übergewicht. Es enthält den Wirkstoff Liraglutid – den gleichen Wirkstoff wie das Diabetesmedikament Victoza, aber in höherer Dosierung.

Saxenda war das erste GLP-1-Medikament, das speziell zur Gewichtsreduktion zugelassen wurde (2015) und hat den Weg für neuere Medikamente wie Wegovy und Mounjaro geebnet.

Der Unterschied zu Wegovy:

  • Saxenda: Tägliche Injektion, Wirkstoff Liraglutid
  • Wegovy: Wöchentliche Injektion, Wirkstoff Semaglutid

Saxenda führte in Studien zu durchschnittlich 5-10% Gewichtsverlust – etwas weniger als Wegovy, aber dennoch klinisch bedeutsam.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Liraglutid

Liraglutid ist ein GLP-1-Rezeptor-Agonist, der das körpereigene Sättigungshormon GLP-1 nachahmt:

Appetitregulation: Aktivierung von GLP-1-Rezeptoren im Gehirn führt zu verstärktem Sättigungsgefühl und reduziertem Hunger.

Verlangsamte Magenentleerung: Der Magen entleert sich langsamer, was zu einem längeren Sättigungsgefühl führt.

Blutzuckerregulation: Bei erhöhtem Blutzucker fördert Liraglutid die Insulinausschüttung (relevant für Diabetiker).

Das Ergebnis:

  • Weniger Hunger und Appetit
  • Schnelleres Sättigungsgefühl
  • Reduzierte Kalorienaufnahme
  • Stabiler Blutzucker

Studienergebnisse:

  • Durchschnittlicher Gewichtsverlust: 5-10%
  • Etwa die Hälfte der Teilnehmer verlor mehr als 5%
  • Verbesserung von Blutdruck und metabolischen Werten

Für wen ist es geeignet?

Zugelassene Indikation:

  • BMI ≥ 30 (Adipositas) ODER
  • BMI ≥ 27 mit gewichtsbedingter Begleiterkrankung

Zusätzlich zugelassen für:

  • Jugendliche ab 12 Jahren mit BMI entsprechend Adipositas

Voraussetzungen:

  • Diät und Bewegung allein nicht ausreichend
  • Motivation für Lebensstiländerung

Weniger geeignet bei:

  • Pankreatitis in der Vorgeschichte
  • Schwerer Niereninsuffizienz
  • Medullärem Schilddrüsenkrebs (auch in Familie)
  • Schwangerschaft

Verfügbare Dosierungen

Aufdosierungsschema (täglich):

  • Woche 1: 0,6 mg
  • Woche 2: 1,2 mg
  • Woche 3: 1,8 mg
  • Woche 4: 2,4 mg
  • Ab Woche 5: 3,0 mg (Erhaltungsdosis)

Wichtig:

  • Jede Dosisstufe mindestens eine Woche beibehalten
  • Bei schlechter Verträglichkeit: Dosissteigerung verzögern
  • Maximaldosis: 3,0 mg täglich

Verfügbarer Pen: Vorgefüllter Pen mit mehreren Dosen, enthält 18 mg (reicht für mehrere Tage je nach Dosis).

Einnahmehinweise

Anwendung:

  • Einmal täglich, zur gleichen Zeit
  • Subkutane Injektion
  • Bauch, Oberschenkel oder Oberarm
  • Unabhängig von Mahlzeiten

Tipp zur Tageszeit: Manche vertragen Saxenda besser abends (Übelkeit nachts verschlafen). Andere bevorzugen morgens. Probieren Sie aus, was für Sie besser passt.

Vergessene Dosis:

  • Weniger als 12 Stunden vergangen: Nachholen
  • Mehr als 12 Stunden: Auslassen, nächste reguläre Dosis

Lagerung:

  • Ungeöffnet: Kühlschrank
  • Angebrochen: Bis 30 Tage bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank

Gegenanzeigen

Absolute Kontraindikationen:

  • Überempfindlichkeit gegen Liraglutid
  • Medulläres Schilddrüsenkarzinom (auch in Familie)
  • Multiple endokrine Neoplasie Typ 2 (MEN 2)
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Vorsicht bei:

  • Pankreatitis in der Vorgeschichte
  • Schwere Niereninsuffizienz
  • Herzinsuffizienz
  • Entzündliche Darmerkrankungen
  • Gallensteinleiden

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig (>10%):

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Verstopfung

Häufig (1-10%):

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Sodbrennen
  • Müdigkeit
  • Hypoglykämie (bei Diabetikern)

Gelegentlich:

  • Gallensteine
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Reaktionen an Injektionsstelle

Selten, aber ernst:

  • Pankreatitis
  • Allergische Reaktionen

Hinweis: Magen-Darm-Nebenwirkungen sind am häufigsten zu Beginn und bessern sich meist.

Wechselwirkungen

Insulin und Sulfonylharnstoffe:

  • Hypoglykämie-Risiko erhöht
  • Dosisanpassung oft nötig

Orale Medikamente:

  • Aufnahme kann verzögert sein

Warfarin:

  • INR-Kontrolle bei Therapiebeginn

Paracetamol:

  • Verzögerte Aufnahme, klinisch meist irrelevant

Häufige Fragen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.