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Mounjaro
Gewichtsabnahme & Übergewicht

Mounjaro®

Das neueste GLP-1/GIP-Dualagonist-Medikament – mit den höchsten Gewichtsverlusten in Studien.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Mounjaro?

Mounjaro ist ein neues Medikament von Eli Lilly mit dem Wirkstoff Tirzepatid. Es ist der erste zugelassene "Dual-Agonist", der zwei Darmhormone gleichzeitig nachahmt: GLP-1 und GIP.

Was Mounjaro besonders macht: Anders als Ozempic oder Wegovy, die nur GLP-1 imitieren, wirkt Tirzepatid auf zwei Hormon-Rezeptoren. Dies führt zu einer stärkeren Wirkung auf Gewicht und Blutzucker.

Aktuelle Zulassung:

  • In der EU für Typ-2-Diabetes zugelassen
  • Für Gewichtsreduktion (unter dem Namen Zepbound) in den USA zugelassen
  • EU-Zulassung für Adipositas wird erwartet

Studienergebnisse: In der SURMOUNT-Studie verloren Teilnehmer durchschnittlich 20-22% ihres Körpergewichts – mehr als mit jedem anderen zugelassenen Medikament.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Tirzepatid

Tirzepatid ist ein Dual-Agonist, der zwei Inkretinhormone nachahmt:

GLP-1-Wirkung:

  • Verstärktes Sättigungsgefühl
  • Verlangsamte Magenentleerung
  • Verbesserte Insulinsekretion

GIP-Wirkung:

  • Zusätzliche Appetitunterdrückung
  • Verbesserte Fettstoffwechsel
  • Synergistische Wirkung mit GLP-1

Die Kombination führt zu:

  • Stärkerer Appetitreduktion als reine GLP-1-Agonisten
  • Höheren Gewichtsverlusten
  • Besserer Blutzuckerkontrolle
  • Verbessertem Fettstoffwechsel

SURMOUNT-Studienergebnisse:

  • 15 mg: Durchschnittlich 22,5% Gewichtsverlust
  • 10 mg: Durchschnittlich 21,4% Gewichtsverlust
  • 5 mg: Durchschnittlich 16,0% Gewichtsverlust

Für wen ist es geeignet?

Aktuelle Zulassung (EU):

  • Typ-2-Diabetes mellitus bei Erwachsenen
  • In Kombination mit Diät und Bewegung

Erwartete Zulassung für Adipositas:

  • BMI ≥ 30 oder
  • BMI ≥ 27 mit Begleiterkrankung

Besonders vielversprechend für:

  • Patienten mit hohem Gewichtsverlust-Bedarf
  • Wenn andere GLP-1-Agonisten nicht ausreichend wirken
  • Bei Kombination von Diabetes und Adipositas

Nicht geeignet bei:

  • Typ-1-Diabetes
  • Pankreatitis in der Vorgeschichte
  • Medullärem Schilddrüsenkrebs
  • Schwangerschaft

Verfügbare Dosierungen

Aufdosierungsschema:

  • Wochen 1-4: 2,5 mg wöchentlich
  • Wochen 5-8: 5 mg wöchentlich
  • Wochen 9-12: 7,5 mg wöchentlich (optional)
  • Wochen 13-16: 10 mg wöchentlich (optional)
  • Ab Woche 17: 12,5 oder 15 mg wöchentlich (optional)

Erhaltungsdosen:

  • 5 mg, 10 mg oder 15 mg – je nach Wirkung und Verträglichkeit
  • Maximaldosis: 15 mg einmal wöchentlich

Hinweis: Die Dosis wird individuell angepasst. Nicht jeder braucht die Höchstdosis.

Einnahmehinweise

Anwendung:

  • Einmal wöchentlich, am selben Wochentag
  • Subkutane Injektion
  • Bauch, Oberschenkel oder Oberarm
  • Unabhängig von Mahlzeiten

Vorgefüllter Pen:

  • Einmal-Pen pro Dosis
  • Einfache Handhabung
  • Nadel bereits integriert

Wochentag wechseln: Möglich, wenn mindestens 3 Tage seit der letzten Injektion vergangen sind.

Lagerung:

  • Im Kühlschrank (2-8°C)
  • Kann einmalig bis zu 21 Tage bei Raumtemperatur aufbewahrt werden

Gegenanzeigen

Kontraindikationen:

  • Überempfindlichkeit gegen Tirzepatid
  • Medulläres Schilddrüsenkarzinom (oder Familiengeschichte)
  • MEN 2 (Multiple endokrine Neoplasie Typ 2)
  • Schwere Magen-Darm-Erkrankungen

Vorsicht bei:

  • Pankreatitis in der Vorgeschichte
  • Diabetischer Retinopathie
  • Gallensteinleiden
  • Schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz

Schwangerschaft:

  • Mindestens 2 Monate vor geplanter Schwangerschaft absetzen

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig (>10%):

  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Verminderter Appetit

Häufig (1-10%):

  • Sodbrennen
  • Blähungen
  • Aufstoßen
  • Müdigkeit
  • Hypoglykämie (bei Diabetikern)
  • Reaktionen an der Injektionsstelle

Gelegentlich:

  • Gallensteine
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Haarausfall

Selten, aber ernst:

  • Pankreatitis
  • Schwere allergische Reaktionen
  • Verschlechterung diabetischer Retinopathie

Hinweis: GI-Nebenwirkungen sind zu Beginn häufig, bessern sich aber meist. Langsame Aufdosierung hilft.

Wechselwirkungen

Insulin und Sulfonylharnstoffe:

  • Erhöhtes Hypoglykämie-Risiko
  • Dosisreduktion dieser Medikamente nötig

Orale Kontrazeptiva:

  • Verminderte Aufnahme möglich
  • Zusätzliche Verhütung bei GI-Beschwerden

Orale Medikamente allgemein:

  • Verzögerte Aufnahme durch langsamere Magenentleerung

Häufige Fragen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.