Was ist MPA GYN?
MPA GYN enthält den Wirkstoff Medroxyprogesteronacetat (MPA), ein synthetisches Gestagen, das zur Verschiebung der Menstruation und zur Behandlung verschiedener Zyklusstörungen eingesetzt wird. Es kann die Periode hinauszögern, z. B. bei Urlaub, Sportereignissen oder anderen Anlässen.
Medroxyprogesteronacetat ist seit Jahrzehnten in der Gynäkologie etabliert und wird auch bei Endometriose, dysfunktionellen Blutungen und als Bestandteil der Hormonersatztherapie eingesetzt.
Wirkstoffe & Wirkungsweise
Wirkstoff: Medroxyprogesteronacetat (MPA)
Wirkmechanismus:
- MPA ist ein synthetisches Gestagen (Progesteron-Abkömmling)
- Stabilisiert die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium)
- Verhindert den Progesteronabfall, der die Menstruation auslöst
- Solange MPA eingenommen wird, bleibt die Schleimhaut stabil
Zur Periodenverschiebung:
- Beginn 3 Tage vor dem erwarteten Periodenbeginn
- Solange MPA eingenommen wird, bleibt die Blutung aus
- 2–3 Tage nach Absetzen setzt die Blutung ein
Weitere Wirkungen:
- Hemmt das Endometriumwachstum
- Keine Ovulationshemmung in niedrigen Dosen
- In höherer Dosis: kontrazeptive Wirkung
Für wen ist es geeignet?
MPA GYN ist geeignet für:
- Frauen, die ihre Menstruation kurzfristig verschieben möchten
- Zyklusstörungen (dysfunktionelle Blutungen)
- Sekundäre Amenorrhoe (Test/Therapie)
- Endometriose (Langzeittherapie)
Nicht geeignet:
- Schwangerschaft
- Schwere Lebererkrankungen
- Ungeklärte vaginale Blutungen
- Brustkrebs (hormonabhängig)
- Tiefe Venenthrombose/Lungenembolie (aktuell oder in der Vorgeschichte)
Verfügbare Dosierungen
Periodenverschiebung:
- 5–10 mg täglich
- Beginn 3 Tage vor dem erwarteten Periodenbeginn
- Einnahme so lange wie gewünscht (maximal empfohlen: 10–14 Tage)
- 2–3 Tage nach Absetzen setzt die Blutung ein
Dysfunktionelle Blutungen:
- 5–10 mg täglich für 5–10 Tage, um die Blutung zum Stillstand zu bringen
- Nach der folgenden Abbruchblutung über 2–3 Zyklen jeweils ab dem 16. Zyklustag 10 mg täglich für 10 Tage
Sekundäre Amenorrhoe:
- Nach Ausschluss einer Schwangerschaft 5–10 mg täglich für 5–10 Tage ab dem 16.–21. Zyklustag
Verfügbare Stärke:
- 5 mg Tabletten
Darreichung und Packungsgrößen
Laut Arzneimittelkatalog ist eine Packungsvariante gelistet: eine Stärke in einer Packungsgröße.
- Darreichungsform
- Tablette
- Stärken
- 5 mg
- Packungsgrößen
- 30 Stück
| Stärke | Packung | PZN | Reichweite |
|---|---|---|---|
| 5 mg | 30 Stück | 08728385 | 0 Tage |
Gelistete Packungen laut Arzneimittelkatalog. Welche davon aktuell lieferbar sind und was sie kosten, steht in der Preisübersicht.
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist die bundesweit eindeutige Kennnummer einer Packung.
Die Reichweite ist der im Katalog hinterlegte Wert für die übliche Dosierung. Wie lange eine Packung tatsächlich reicht, hängt von der ärztlich festgelegten Dosis ab.
Einnahmehinweise
Einnahme zur Periodenverschiebung:
- 3 Tage vor der erwarteten Periode mit der Einnahme beginnen
- Einmal täglich, immer zur gleichen Zeit
- Mit Wasser schlucken
- Nach Absetzen: Blutung nach 2–3 Tagen
Wichtige Hinweise:
- Kein Verhütungsschutz bei niedrigen Dosen!
- Verhütung separat sicherstellen
- Nicht als Dauermedikation zur Periodenunterdrückung gedacht
- Maximale Verschiebungsdauer: ca. 2 Wochen empfohlen
- Bei vorgezogener Blutung: Dosis ggf. erhöhen (ärztliche Rücksprache)
Gegenanzeigen
MPA GYN darf nicht eingenommen werden bei:
- Schwangerschaft oder Verdacht darauf
- Ungeklärte vaginale Blutungen
- Schwere Lebererkrankungen
- Brustkrebs oder andere hormonabhängige Tumoren
- Aktive oder frühere venöse Thromboembolie
- Schlaganfall in der Vorgeschichte
Vorsicht bei:
- Migräne
- Epilepsie
- Asthma
- Herz- oder Nierenfunktionsstörungen
- Depression
- Diabetes
- Risikofaktoren für Thrombosen
Mögliche Nebenwirkungen
Häufig (1–10 %):
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Spannungsgefühl in der Brust
- Stimmungsschwankungen
- Schmierblutungen
Gelegentlich (0,1–1 %):
- Gewichtszunahme
- Akne
- Müdigkeit
- Blähungen
- Libidoveränderungen
Selten:
- Venöse Thromboembolie
- Allergische Reaktionen
- Depressive Verstimmung
Hinweis: Bei kurzer Anwendung zur Periodenverschiebung (7–14 Tage) sind Nebenwirkungen meist minimal. Das Thromboserisiko ist bei Kurzzeitanwendung sehr gering.
Häufige Fragen
Beginnen Sie 3 Tage vor dem erwarteten Periodenbeginn. Wenn Sie zu spät beginnen (wenn die Blutung bereits eingesetzt hat), wirkt das Medikament möglicherweise nicht mehr. Planen Sie im Voraus!
In der niedrigen Dosis zur Periodenverschiebung (5–10 mg) bietet MPA keinen zuverlässigen Verhütungsschutz. Sie müssen weiterhin separat verhüten. Nur die Depot-Spritze (Depo-Provera®, 150 mg alle 3 Monate) wirkt kontrazeptiv.
Ja, Frauen, die die Antibabypille nehmen, können die Pillenpause einfach überspringen. MPA GYN ist vor allem für Frauen geeignet, die keine Pille nehmen. Die Alternative Norethisteron (Primolut N®) ist ebenfalls gängig.
Ja, nach dem Absetzen von MPA setzt die Blutung innerhalb von 2–3 Tagen ein. Sie kann etwas stärker oder leichter als gewohnt sein. Der nächste reguläre Zyklus folgt normalerweise in gewohntem Abstand.
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Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diskret und sicher.
Wichtiger Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
Pflichthinweis
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.





