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BisoHEXAL®
Bluthochdruck

BisoHEXAL®

Der meistverordnete Betablocker in Deutschland – senkt Blutdruck und Herzfrequenz zuverlässig.

Verschreibungspflichtig
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Was ist BisoHEXAL®?

Bisoprolol ist ein hochselektiver Beta-1-Rezeptorblocker und der am häufigsten verordnete Betablocker in Deutschland. Es wird zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie), koronarer Herzkrankheit (stabile Angina pectoris) und chronischer Herzinsuffizienz eingesetzt.

Der Wirkstoff senkt sowohl den Blutdruck als auch die Herzfrequenz und entlastet damit das Herz. Bisoprolol wird einmal täglich eingenommen und ist als Generikum von zahlreichen Herstellern erhältlich, darunter BisoHEXAL®, Bisoprolol-1 A Pharma®, Bisoprolol-ratiopharm® und das Originalpräparat Concor®.

Bisoprolol ist auch in Kombinationspräparaten mit Hydrochlorothiazid (z. B. BisoHEXAL® plus, Bisoprolol comp) oder mit Amlodipin erhältlich.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Bisoprolol

Bisoprolol blockiert selektiv die Beta-1-Rezeptoren am Herzen:

Wirkmechanismus:

  • Blockiert Beta-1-Rezeptoren am Herzen (kardioselektiv)
  • Reduziert die Herzfrequenz (negativ chronotrop)
  • Vermindert die Schlagkraft des Herzens (negativ inotrop)
  • Senkt die Erregungsleitungsgeschwindigkeit (negativ dromotrop)
  • Hemmt die Renin-Freisetzung in der Niere

Blutdrucksenkung durch:

  • Verringerte Herzleistung (Herzminutenvolumen)
  • Gehemmte Renin-Ausschüttung
  • Zentrale sympatholytische Wirkung
  • Langfristig auch Senkung des peripheren Widerstands

Kardioselektivität: Bisoprolol ist hochselektiv für Beta-1-Rezeptoren. Beta-2-Rezeptoren in Lunge und Gefäßen werden in therapeutischen Dosen kaum beeinflusst. Dennoch ist bei Asthma Vorsicht geboten.

Wirkungseintritt: Maximale Blutdrucksenkung nach 3-4 Stunden. Bei regelmäßiger Einnahme stabile Wirkung nach 1-2 Wochen.

Für wen ist es geeignet?

Bisoprolol ist geeignet für:

  • Erwachsene mit Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
  • Patienten mit chronischer stabiler Angina pectoris
  • Chronische Herzinsuffizienz (als Zusatztherapie)
  • Herzrhythmusstörungen (Tachykardie)

Besonders empfohlen bei:

  • Bluthochdruck mit erhöhter Herzfrequenz
  • Koronare Herzkrankheit
  • Herzinsuffizienz (in Kombination mit ACE-Hemmern/Sartanen)
  • Junge Patienten mit Stresshypertonie

Nicht geeignet:

  • Schweres Asthma bronchiale oder schwere COPD
  • AV-Block II. oder III. Grades (ohne Schrittmacher)
  • Sick-Sinus-Syndrom
  • Schwere Bradykardie (Herzfrequenz unter 50/min)
  • Schwere Hypotonie (systolisch unter 90 mmHg)
  • Phäochromozytom (unbehandelt)
  • Metabolische Azidose

Verfügbare Dosierungen

Bluthochdruck:

  • Startdosis: 5 mg einmal täglich
  • Übliche Erhaltungsdosis: 5-10 mg einmal täglich
  • Maximaldosis: 20 mg täglich

Herzinsuffizienz:

  • Startdosis: 1,25 mg einmal täglich
  • Langsame Steigerung alle 1-2 Wochen
  • Zieldosis: 10 mg einmal täglich

Angina pectoris:

  • Startdosis: 5 mg einmal täglich
  • Übliche Dosis: 10 mg einmal täglich
  • Maximaldosis: 20 mg täglich

Verfügbare Stärken:

  • 1,25 mg, 2,5 mg, 3,75 mg, 5 mg, 7,5 mg, 10 mg Tabletten

Kombinationspräparate:

  • Bisoprolol + Hydrochlorothiazid (BisoHEXAL® plus, Bisoprolol comp)
  • Bisoprolol + Amlodipin

Einnahmehinweise

Einnahme:

  • Einmal täglich, vorzugsweise morgens
  • Unabhängig von Mahlzeiten
  • Mit ausreichend Wasser schlucken
  • Immer zur gleichen Tageszeit

Dosisanpassung bei Herzinsuffizienz:

  • Sehr langsame Steigerung (alle 1-2 Wochen)
  • Beginn mit 1,25 mg
  • Bei Verschlechterung Dosis wieder reduzieren
  • Engmaschige ärztliche Überwachung

Wichtige Hinweise:

  • Niemals abrupt absetzen! Ausschleichen über mindestens 1-2 Wochen
  • Plötzliches Absetzen kann zu Rebound-Tachykardie und Blutdruckanstieg führen
  • Regelmäßig Blutdruck und Puls kontrollieren
  • Vor Operationen den Anästhesisten informieren

Gegenanzeigen

Bisoprolol darf nicht eingenommen werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Bisoprolol oder andere Betablocker
  • Akute Herzinsuffizienz oder dekompensierte Herzinsuffizienz
  • Kardiogener Schock
  • AV-Block II. oder III. Grades (ohne Schrittmacher)
  • Sick-Sinus-Syndrom
  • Sinuatrialer Block
  • Bradykardie (Herzfrequenz unter 50/min vor Behandlung)
  • Schwere Hypotonie (systolisch unter 90 mmHg)
  • Schweres Asthma bronchiale oder schwere COPD
  • Unbehandeltes Phäochromozytom
  • Metabolische Azidose

Vorsicht bei:

  • Leichte bis mittelschwere COPD
  • Diabetes mellitus (Maskierung von Hypoglykämie-Symptomen)
  • Strenger Fastenperiode (Hypoglykämie-Risiko)
  • Periphere Durchblutungsstörungen (Raynaud-Syndrom)
  • Psoriasis (kann verschlechtert werden)
  • Thyreotoxikose (Symptome können maskiert werden)

Schwangerschaft: Betablocker sollten in der Schwangerschaft nur bei strenger Indikation eingesetzt werden. Sie können zu Wachstumsverzögerung und Bradykardie beim Neugeborenen führen.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufig (1-10%):

  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Schwindel, Kopfschmerzen
  • Kältegefühl in Händen und Füßen
  • Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Durchfall, Verstopfung)
  • Bradykardie (verlangsamter Herzschlag)

Gelegentlich (0,1-1%):

  • Schlafstörungen, Albträume
  • Depressive Verstimmung
  • Muskelschwäche, Muskelkrämpfe
  • Potenzstörungen
  • Orthostatische Hypotonie
  • Bronchospasmus bei empfindlichen Patienten

Selten:

  • Verstärkung einer Psoriasis
  • Verschlechterung einer peripheren Durchblutungsstörung
  • Leberfunktionsstörungen (Transaminasenanstieg)
  • Allergische Hautreaktionen

Wichtiger Hinweis: Betablocker können Symptome einer Unterzuckerung (Zittern, Herzrasen) maskieren. Diabetiker sollten ihren Blutzucker engmaschig kontrollieren.

Wechselwirkungen

Kontraindiziert mit:

  • Verapamil oder Diltiazem i.v. (schwere Bradykardie, AV-Block)
  • MAO-Hemmer (Ausnahme MAO-B-Hemmer)

Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von:

  • Kalziumantagonisten vom Verapamil-/Diltiazem-Typ → verstärkte Herzwirkung
  • Antiarrhythmika (Amiodaron, Flecainid) → verstärkte kardiodepressive Wirkung
  • Clonidin → bei Absetzen von Clonidin erst Betablocker ausschleichen
  • Digitalispräparate → verstärkte Bradykardie
  • Andere Blutdrucksenker → verstärkte Blutdrucksenkung
  • NSAR → leicht verminderte Blutdrucksenkung
  • Insulin und orale Antidiabetika → Maskierung von Hypoglykämie-Symptomen

Wichtig: Bisoprolol und Verapamil/Diltiazem dürfen nicht gleichzeitig intravenös gegeben werden. Orale Kombination nur unter strenger Überwachung.

Häufige Fragen

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Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.