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Ozempic
Diabetes Typ 2

Ozempic

GLP-1-Rezeptoragonist zur Blutzuckerkontrolle bei Diabetes Typ 2 – einmal wöchentlich als Injektion.

Verschreibungspflichtig
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Was ist Ozempic?

Ozempic ist ein verschreibungspflichtiges Medikament mit dem Wirkstoff Semaglutid zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2. Es gehört zur Gruppe der GLP-1-Rezeptoragonisten und wird einmal wöchentlich als subkutane Injektion verabreicht.

Semaglutid ahmt die Wirkung des körpereigenen Darmhormons GLP-1 nach, das nach dem Essen ausgeschüttet wird. Es verbessert die Blutzuckerkontrolle, unterstützt die Gewichtsabnahme und hat nachgewiesene kardiovaskuläre Schutzwirkung.

Ozempic wird von Novo Nordisk hergestellt und ist für die Behandlung von Diabetes Typ 2 bei Erwachsenen zugelassen, wenn Metformin allein nicht ausreicht oder nicht vertragen wird.

Wirkstoffe & Wirkungsweise

Wirkstoff: Semaglutid

Semaglutid wirkt über den GLP-1-Rezeptor auf mehreren Ebenen:

Glukoseabhängige Insulinfreisetzung:

  • Stimuliert die Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse nur bei erhöhtem Blutzucker
  • Hemmt die Glukagonfreisetzung (senkt die Zuckerproduktion der Leber)

Magenentleerung:

  • Verlangsamt die Magenentleerung
  • Blutzuckerspitzen nach dem Essen werden abgeflacht

Sättigungsgefühl:

  • Wirkt auf das Sättigungszentrum im Gehirn
  • Reduziert Appetit und Nahrungsaufnahme

Kardiovaskulärer Schutz: In der SUSTAIN-6-Studie zeigte Semaglutid eine Reduktion schwerer kardiovaskulärer Ereignisse bei Diabetespatienten.

Für wen ist es geeignet?

Ozempic ist geeignet für:

  • Erwachsene mit Diabetes Typ 2, bei denen Diät und Bewegung allein nicht ausreichen
  • Als Ergänzung zu Metformin oder anderen oralen Antidiabetika
  • Patienten mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko
  • Übergewichtige Typ-2-Diabetiker (zusätzlicher Gewichtsvorteil)

Nicht geeignet:

  • Diabetes Typ 1
  • Diabetische Ketoazidose
  • Persönliche oder familiäre Anamnese von medullärem Schilddrüsenkarzinom
  • MEN-2-Syndrom (multiple endokrine Neoplasie Typ 2)
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Verfügbare Dosierungen

Fertigpen zur subkutanen Injektion:

  • 0,25 mg einmal wöchentlich (Startdosis, 4 Wochen)
  • 0,5 mg einmal wöchentlich (erste therapeutische Dosis)
  • 1,0 mg einmal wöchentlich (bei Bedarf nach mind. 4 Wochen)
  • 2,0 mg einmal wöchentlich (Maximaldosis)

Dosissteigerung:

  • Beginn mit 0,25 mg für 4 Wochen (Eingewöhnungsphase)
  • Dann Steigerung auf 0,5 mg
  • Weitere Steigerung nur bei unzureichender Wirkung

Einnahmehinweise

Anwendung:

  • Einmal wöchentlich, am gleichen Wochentag
  • Subkutane Injektion in Bauch, Oberschenkel oder Oberarm
  • Injektionsstelle regelmäßig wechseln
  • Unabhängig von Mahlzeiten

Injektion: 1. Fertigpen aus dem Kühlschrank nehmen (30 Min. vorher) 2. Dosis am Pen einstellen 3. Hautfalte bilden, Nadel einstechen 4. Pen-Knopf drücken und 6 Sekunden halten 5. Nadel herausziehen, Stelle nicht reiben

Wichtige Hinweise:

  • Bei vergessener Dosis: Innerhalb von 5 Tagen nachholen, danach zum regulären Tag zurückkehren
  • Pen im Kühlschrank lagern (2-8 °C), angebrochen bis 6 Wochen bei Raumtemperatur

Gegenanzeigen

Ozempic darf nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Semaglutid oder Hilfsstoffe
  • Persönliche oder familiäre Vorgeschichte eines medullären Schilddrüsenkarzinoms
  • MEN-2-Syndrom
  • Diabetes Typ 1

Vorsicht bei:

  • Pankreatitis in der Vorgeschichte
  • Diabetischer Retinopathie (engmaschige Kontrolle)
  • Schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz
  • Gleichzeitiger Anwendung von Insulin oder Sulfonylharnstoffen (Hypoglykämie-Risiko)

Schwangerschaft/Stillzeit: Kontraindiziert. Mindestens 2 Monate vor geplanter Schwangerschaft absetzen.

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig (>10%):

  • Übelkeit
  • Durchfall

Häufig (1-10%):

  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Appetitminderung
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Reaktionen an der Injektionsstelle

Gelegentlich:

  • Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
  • Gallensteine
  • Erhöhte Herzfrequenz

Hinweis: Übelkeit tritt vor allem zu Beginn und bei Dosissteigerung auf und bessert sich meist innerhalb weniger Wochen. Langsame Dosissteigerung reduziert diese Beschwerden.

Wechselwirkungen

Insulin und Sulfonylharnstoffe: Erhöhtes Hypoglykämie-Risiko. Dosisreduktion dieser Medikamente kann erforderlich sein.

Orale Medikamente: Durch die verlangsamte Magenentleerung kann die Aufnahme anderer Medikamente verzögert werden. Besondere Aufmerksamkeit bei zeitkritischen Medikamenten.

Warfarin/Antikoagulanzien: INR-Werte zu Beginn häufiger kontrollieren.

Häufige Fragen

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Ein zugelassener Arzt prüft Ihre Angaben und stellt bei Eignung ein Rezept aus. Diskret und sicher.

Wichtiger Hinweis

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder zur Eignung dieses Medikaments wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

Pflichthinweis

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.